Guida Alla Versilia



Geschichte Viareggios

Geschichte Viareggios

Der Ort hat seinen Ursprung im Jahr 1172 als Lucchesische Festung, „Torre di Via Regia“ , so genannt wegen seiner Lage an der „Königsstraße“, die entlang Barbarossa gereist war. Lucca hatte damals als einzigen Zugang zum Meer den Burlamacca-Kanal, den es zu verteidigen galt. Dazu reichte die vorhandene Anlage nicht aus, und man konstruierte 1534 eine zusätzliche Befestigung in Form des heute noch vorhandenen Turmes Torre Matilde. Torre Matilde

Die Umweltbedingungen in des Gegend waren extrem schlecht: Man hatte wenig Erfolg mit dem Trockenlegen der malariaverseuchten Sümpfe, und die Stadt Lucca musste eingreifen. Land wurde verschenkt, es gab Steuererleichterungen und sogar Strafnachlässe für Anwohner.

In der zweiten Hälfte des 18.Jhdts. gelang es, die Malaria einzudämmen. Man pflanzte die heutigen Pinienwälder entlang der Küste als natürliche Barrieren, die außerdem die ökologische Situation erheblich verbesserten. Mit der Entwicklung der Fischerei und der Segelschifffahrt nahm die Bevölkerung rasch zu.

Im 19.Jhdt. bauten die Bourbonen den Hafen; der Architekt Nottolini entwarf das Stadtbild mit seinem Netz langer Straßen. Sie sind von Bäumen gesäumt und kreuzen sich im rechten Winkel, dabei verlaufen sie parallel bzw. im rechten Winkel zum Meer.
Die ersten Badeanstalten wurden eingeweiht, einige davon auf Pfählen. Der Zutritt war natürlich für Frauen und Männer streng getrennt.
Es wurde erstmals ein Karneval veranstaltet.

Der wahre Boom des Bädertourismus erreichte Viareggio am Anfang des 20. Jhdts. Man weihte die „Passeggiata“ am Viale Regina Margherita ein. Die Gebäude aus Holz, in denen sich die Cafés, Geschäfte und Bäder befanden, sind leider 1917 zerstört worden. Die einzige Ausnahme bildet das Chalet Martini, das heute noch steht.
Viareggio war zur „Perle des Tyrrhenischen Meeres“ geworden, ein mondäner, kultureller und touristischer Mittelpunkt, den man in Italien und ganz Europa zu schätzen wusste.


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